Wohnberatung: unabhängige Beratung zur Wohnungsanpassung
Veröffentlicht am 27. August 2026 · Zuletzt redaktionell geprüft am 27. August 2026
Was ist das?
Wohnberatungsstellen beraten dazu, welche baulichen Änderungen und welche Hilfsmittel im Alltag helfen können. Getragen werden sie in der Regel von Kommunen, Ländern, Verbraucherzentralen oder Sozialverbänden. Sie verkaufen nichts und sind an keinen Betrieb gebunden.
Warum ist das wichtig?
Viele Familien wissen nicht, ob ein Umbau nötig ist oder ob ein Hilfsmittel reicht. Eine Beratung kann diese Frage klären, bevor ein Antrag gestellt wird — in Ruhe und ohne dass Sie sich vorher festlegen müssen.
Was ist der nächste Schritt?
Sie können bei Ihrer Kommune, Ihrer Pflegekasse oder einer Verbraucherzentrale nach einer Wohnberatungsstelle in Ihrer Nähe fragen. Ein Termin ist in der Regel kostenlos; manche Stellen kommen auf Wunsch auch nach Hause.
Schritt für Schritt
Beratungsstelle finden
Fragen Sie bei Ihrer Kommune, Ihrer Pflegekasse, einem Pflegestützpunkt oder einer Verbraucherzentrale nach einer Wohnberatung in Ihrer Nähe. Die Angebote sind regional unterschiedlich.
Termin vereinbaren
Ein Erstgespräch ist in der Regel kostenlos. Manche Stellen beraten telefonisch, andere kommen auf Wunsch in die Wohnung — das ist oft hilfreicher, weil die Räume dann mitgesprochen werden können.
Situation gemeinsam ansehen
Sie schildern, was im Alltag schwierig geworden ist. Die Beratung ordnet ein, was mit einem Hilfsmittel gehen kann und wofür in der Regel eine bauliche Anpassung nötig wäre.
Selbst entscheiden, wie es weitergeht
Sie entscheiden, ob und was Sie umsetzen möchten. Wenn ein Antrag infrage kommt, können Sie ihn danach bei Ihrer Pflegekasse stellen — über die Bewilligung entscheidet sie.
Häufige Fragen
Was kostet eine Wohnberatung?
Ein Erstgespräch ist in der Regel kostenlos, weil die Stellen öffentlich oder von Verbänden getragen werden. Fragen Sie im Zweifel vorher nach — die Angebote sind regional unterschiedlich.
Ist die Wohnberatung dasselbe wie die Pflegeberatung?
Nein. Die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI berät zur Pflegesituation insgesamt. Eine Wohnberatung sieht sich speziell die Wohnung an. Beides kann sinnvoll sein und schließt sich nicht aus.
Brauche ich einen Pflegegrad für eine Wohnberatung?
Für die Beratung selbst in der Regel nicht — sie steht meist allen offen. Für Leistungen der Pflegekasse gelten eigene Voraussetzungen; darüber entscheidet Ihre Pflegekasse.
Verkauft mir die Beratungsstelle etwas?
Unabhängige Wohnberatungsstellen verkaufen nichts und sind an keinen Betrieb gebunden. Wenn eine Beratung an einen Anbieter gekoppelt ist, ist sie in diesem Sinne nicht unabhängig.
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Beratung?
In der Regel vor einem Antrag und vor Baubeginn. Eine Anpassung wird bei der Pflegekasse üblicherweise vorher beantragt, und die Beratung kann helfen, die Frage vorher zu sortieren.