Mobilität bei der Pflegebegutachtung — Lebensbereich 1 von sechs

Veröffentlicht am 27. August 2026 · Zuletzt redaktionell geprüft am 27. August 2026

Was dieser Lebensbereich umfasst

Mobilität ist einer von sechs Lebensbereichen, die das Begutachtungsverfahren nach § 14 SGB XI betrachtet. Gemeint sind Bewegungen im eigenen Wohnbereich: die Lage im Bett wechseln, stabil sitzen bleiben, vom Bett in den Stuhl umsetzen, Wege innerhalb der Wohnung zurücklegen, Treppen steigen.

Warum es hilft, das vorher zu wissen

Der Termin vergeht oft schnell, und hinterher fällt Angehörigen ein, dass ganze Alltagsbereiche unerwähnt blieben. Wer vorher weiß, dass Bewegung ein eigener Gesprächspunkt ist, kann in Ruhe daran denken, wie ein gewöhnlicher Tag tatsächlich abläuft.

Was Sie in Ruhe vorbereiten können

Sie können notieren, wie Aufstehen, Umsetzen und Treppen an einem gewöhnlichen Tag ablaufen. Das Pflegetagebuch führt Mobilität als eigene Kategorie.

Alltagssituationen aus diesem Lebensbereich

  1. Aufstehen und kurze Wege

    Aufstehen aus dem Bett oder vom Stuhl, Treppen steigen, kurze Wege im Haus.

  2. Umdrehen, Anziehen, Sitzen

    Sich umdrehen, sich anziehen oder ausziehen, an einem Tisch Platz nehmen.

  3. Wege außerhalb der Wohnung

    Außerhalb der Wohnung gehen — kurze Strecken, längere Wege, mit oder ohne Hilfsmittel.

Häufige Fragen zur Mobilität

Was zählt zum Modul Mobilität bei der Pflegebegutachtung nach SGB XI?

Zum Lebensbereich Mobilität gehören Bewegungen im eigenen Wohnbereich: die Lage im Bett wechseln, eine stabile Sitzposition halten, vom Bett in den Stuhl umsetzen, sich innerhalb der Wohnung fortbewegen und Treppen steigen. Betrachtet wird, wie selbstständig diese Bewegungen gelingen — nicht, welche Diagnose dahintersteht.

Zählt auch das Gehen außerhalb der Wohnung dazu?

Der Lebensbereich Mobilität betrachtet vor allem den eigenen Wohnbereich. Wege außerhalb der Wohnung — Einkauf, Arztbesuch, Spaziergang — gehören in der Regel zum Lebensbereich Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte. Beide Bereiche kommen im Gespräch vor.

Was ist, wenn die Bewegung an manchen Tagen gut und an anderen schlecht gelingt?

Schwankungen gehören zum Alltag vieler pflegebedürftiger Menschen. Sie können schildern, wie ein gewöhnlicher Tag aussieht und wie häufig schwierigere Tage vorkommen. Notizen aus einem Pflegetagebuch helfen, das im Gespräch konkret zu beschreiben.

Spielen Hilfsmittel wie Rollator oder Pflegebett eine Rolle?

Hilfsmittel gehören zum Alltag und dürfen selbstverständlich erwähnt werden. Der Medizinische Dienst verschafft sich einen Eindruck davon, wie die Bewegung im Alltag tatsächlich abläuft — einschließlich der Hilfsmittel, die dabei verwendet werden.

Bewertet Mein Pflegeplan meinen Pflegegrad?

Nein. Wir bewerten keine Pflegegrade, berechnen nichts und geben keine Hinweise zur Beeinflussung des Gutachtens. Diese Seite beschreibt lediglich, worum es in diesem Lebensbereich geht, damit der Termin weniger überraschend wirkt. Über den Pflegegrad entscheidet allein Ihre Pflegekasse.

Begriffe zum Nachlesen

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Quellen